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Samstag, 28. Januar 2012, 20:00 Uhr SYMPHONY Musik von Boris Yoffe (*1968) |
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Kaum hat Boris Yoffes neue CD "Song of Songs" mit dem Hilliard-Ensemble und dem Rosamunde-Quartett (ECM 2174) einiges internationale Aufsehen erregt, steht auch schon die nächste Veröffentlichung in den Startlöchern: "Symphony". Wir stellen diese CD in Freiburg der Öffentlichkeit vor, weil sie mit uns verbunden ist, nicht zuletzt durch den teilweisen Einsatz von "historischen" Instrumenten: Barockcello und Viola da gamba. Boris Yoffe: Eine Symphonie ist eine Geschichte. Diese Musik wird in meiner Vorstellung auch zu einem Haus - eine Geschichte als Haus? An einem abgelegenen Ort. Architektur nach meinen Vorlieben! Alle Räume des Hauses sind auf die eine oder andere Art miteinander verbunden, ähnlich wie die einzelnen Stücke in den 6-Entwürfe-Zyklen, wo sich jeder kleine Satz im Zusammenhang mit den anderen erklärt und vervollständigt. Wir, Verwandte, die wir uns früher nicht kannten, finden uns hier, bestaunen den Raum, musizieren, sprechen über heitere und schmerzliche Themen, tanzen zu zweit, zu dritt. Einige meiner Lieblingsbücher liegen geöffnet: die Bunten Steine von Adalbert Stifter, die Rede von Pico della Mirandola, das Gedicht über die verschüttete Milch von Joseph Brodsky; zwei Manuskripte verraten meine Versuche, die Sprache meiner Ahnen zu lernen, dass eine auf Ladino, dass andere auf Aschkenasisch. Oder sind das alles nur zehn raue, stumme Steine - Granit, Kalkstein, Bergmilch - und ist die verschüttete Milch zu zähflüssig geworden, um die durchsichtigen Schatten der alten Rabbis widerspiegeln zu können?
Mit: Weitere Aufführungen: Erste Reaktionen auf "Song of Songs" -> |
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